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Kjøbenhavns Diplomatarium

Bind: IV
Side: 500-503
Nummer: 479


< Forrige . Indhold . Næste >

479.

c. 1 Avg. 1536.

Beretning om Overgivelsen.

Meinen willigen dinst zuuor, erbar vnd vheste besunder, gunstiger her vnd freundt. Ich gebe euch freuntlich zuerkennen, dass der grawe von Oldenborg vnd hertzog Albrecht von Mekelnborg die stat Copenhagen an sonnabendt nach Jacobi nhu nhest vorgangen

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zu vnsers gnedigisten heren köningk Christians zu Dennemarcken handt gestelle vnd vffgegeben haben, vnd das das selbige war ist, so bin ich des selbigen dages zu Chopenhagen in gezogen vnd jegen dem abenth wedder heraus nach dem leger, vnd hebbe mich strax von dar here, do ich meinen abscheit von Kön. Mat. erlangeth, weder nach dem lant zo Holstein vorfuget.

Könnigliche Mat. hat auch des selbigen dags, alse ich darinne was, ij starcke fenlin knechte dar jngeschickt, des andern dages, alse des sondages nach Jacobj, wolde Kön. Mat. selbest personlich dar jnn zihen, vorsehe mich das selbige sei so geschehen.

Der graue hatt von Kön. Mat. gnade vnd vorgebung gebetten, das seine Kön. Mat. jm vmb Gotts willen vortzeigen vnd vorgeben möchte, das he also gegen jmhe gehandelt hette, wellichs danne geschen ist.

Es hat aber der Graue zu Gott vnd den heilligen mit auffgerackten fingern offenbar jn deme velde, in dem einge dar vil dausenth menschen beide zu pferde vnd zu fuss vmb her gehaltt, die beiden reiche als Dennemarcken ynd Norwegen och die furstendome Sleswiigk vnd Holstein zoersweren mussen, so das he dar die dage seines lebens nicht wider zu kommen wil.

Dar zu so hatt der Graue gelobet vnd vorschworen nimmer mher jegen Kön. Mat. zu handeln, des gleichen auch jegen sein Kon. Mat. vnmundige brüder auch erer aller seiner erben, auch nicht wedder die reiche Dennemarck vnd Norwegen noch die furstenthume Sleswigk vnd Holstein vnd alle erer jnwaner, jtem och hat er gelawet vnd geschworen nicht jegen den könig von Schweden, den hertzog von Preusen vnd den graffen von Hessen vnd den fursten von Luneborg sampt alle ander, die meinen gnedigisten heren jn disem kriege zugethan vnd vorwanth gwesen sein, zu handeln die dage seines lebens.

Der cantzler Vthenhoffer hat jn die eide gestellet, ir köndt gedengken, das er nicht vil vorgessen wolde.

Kön. Mat. hat auch den Grauen weidlich jn eigner person mit worden angetast offentlich in dem einge vor alle man vor die spöttischen schma wordt, die her seiner Kön. Matt. auff dem tage zu Koldingen gegeben hatt, vnd seiner Matt. sagte jm von dreien solden wedder, wie jm der graue zu entbot.

Es were vil vnd langk dar von schreiben, sunder die seit ist nicht hier.

Hertzog Albrecht hat grossen fleis gethan in das he wyder nach dem lande zu Mekelenburg passiern möchte veidlich vnd vnbe-

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schwerdt, Kön. Mat. hat jm das selbige vorgundt vnd gleite dar zu geben, Johan Peine sal jn mit sweien preuschen schiffen vber furen.

Es sal auch gemelder Johan von Pein die ritterschafft vnd die vom adel, so jm lantze Meckelnburg gefenglich sitzen, wider umb nach Dennemarcken mit sich faren.

Die handel sein zwischen Kön. Mat. vndt hertzog Albrechten also, das zwen vnparteische. fursten darauff erkennen sollen, was herzog Albrecht vnserm gnedigsten hern vor die stheden duhn sal, das he seiner Kön. Mat. so vngewarnder sachen jns reiche gefallen is, vnd was die erkennen werden das selbige sal hertzog Albrecht zu thunne verpflichtiget sein vnd ab sich die fursten der erkentnis nicht vorgleichen kundten, so sollen sie enen vp man kiesen, weme die zu felt der erkentnis sal bei werden vnd macht bleiben.

Die von Copenhagen haben Kön. Mat. gelöbde vnd eide seiner Kön. Mat. traw vnd holt zu sein, sie haben auch gelabet vnd geschworen sich könning Christians nach des keisers oder der burgundischen hier namals nicht mher antzunemen vnd schlechts neinander sunder allein vnsern gnedigsten heren traw vnd holt zu sein, dar auff sein sie zu gnaden genommen.

Die muntzmeister Joren Koch vnd Ambrosius Buchbinder haben zu zweien zeiten einen vnffal vor Kön. Mat. jmme felde gethan vnd gebetten, das man sie zu gnaden nemhen mochte, vnd Konn. Matt. hatt sie durch vorbitte hertzog Wilhelms von Braw[n]sweigk och etlicher ritmeister vnd ander tzu gnaden angenommen, doch bey dem bescheide ab Kön. Mat. sie jnnen Copenhagen oder Elbogenn nicht wolde wannen lassen, das sie deme sunsten wannen sollen jm reiche edder in den furstenthumer, wo sie Kön. Mat. wannende haben wil vnd niegent anders.

Dis alles habbe ich so gehört vnd gesehen vnd bin stetts dar bie geuest, als es gehandelt vnd geschen ist, darumb wolt ich euch sollichs aus sunder freuntschaft nicht vor bergen.

Die von Copenhagen sein schelich auff die burgundischen pochen vnd schelden, das sie also durch sie forfort vnd nicht entsetz sein wurden.

Item es was keiserliche ambsatte dar jnne, den bedingte hertzog Albrecht mit hir auff, das he veitlich mit im passieren mogen.

Kummher vnd hunger was in Copenhagen, fperde, katzen vnd hunde habben sie dar jnnen gessen vnd wasser getrucken, dir kleigen bier hatte der lebette heren weis (der kleigenbier hatte der lebte hernweis).

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Die von Rostogk vnd Wismer sein ausser dem handel. Gott gebe den seinen einen gutten wandel.

Meget utydelig Orig. uden Underskrift i Geh.-Ark. D. Kongers Hist. Fasc. 17 a Nr. 32.

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< Forrige . Indhold . Næste >

Opdateret: ons apr 9 17:59:32 CEST 2003
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