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Kjøbenhavns Diplomatarium

Bind: III
Side: 31-38
Nummer: 37


<-Forrige . Indhold . Næste->

37.

20 Juli 1609.

Sadelmagernes og Remsnidernes tydske Skraa.

Im namen der heyligen vnd undzertrenlichen treifaltikeit, amen. Kund vnd zuwissen sey jedemennigligen, denen dises ofenen briefes ansichtigen, das heuten dato den 20 julij nach Christi vnsers eigenen erlösers vnd selig machendtrei ohenden(!) geburt anno ein tausent sechs hundert vnnd neun iahr, vonn vns nach beschriebene meister vndt gesellen des löbligen handtwergs der sadtler vnd riemer, beydes zu Koppenhagen, Frederichsburg und Helsingburg, als mit nahmen Georg von Braunsvig, Casper von Bryg, Köngl. May. bestalter sadtler, item Ciriacus vonn Quedelriburgh, Michell von Lübech, Kilian von Lünenburg, Georg von Rodtweill, Valentin von Winsheim, Casper von Neuwstadt, Georg vonn Eger vnd Hans Frederichsburg, allesamt gesellen der vorbemelten sadtler handtwerch, ein ehrliche ordnung, wie es zu Braunswig beides von meistern vnd gesellen handtverchs gewonheit nach gehalten wirdt, vnd von vns obgeschriebene meister vndt gesellen auch nacher gehalten werden soll, durch reifem wolgepflogenem, rath vberwogen vndt diese ordnung vnnd nachfolgende

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artikell vonn vnns allerseitz seindt gutt erkandt, vndt aufgerichtet worden, wie hernacher folgett.

1. Wann ein sadtler gesell aus Deutzschland vnd anhero nach Koppenhagen vmb arbeitzhalten gewandert kumpt, soll der selb, so baldt als er zur stadt vnndt jnn ein ehrliche behausung aldar das hiehr am besten wirdt einkeren, strax nach eines meisters werchstedt (welchs ihm dan am aller besten beliebet) bodt senden, vndt sofern aber inn derselben werchstedt kein geselle ist, der ihm nach arbeid vmbychen kann, alls dan soll der jüngste meister flichtig vndt schulldig sein zu ihm zu kommen vnnd ihm sein begeren, nach arbeid gehen, vonn einem werchstade in der anderen gehett, soll auch arbeid schauwen gehalten werden.

2. Es soll auch der meister oder geselle dahin bedacht, das er nicht vber eine stunde, wann der bothe ist ins haus komen, bescheidt zubringen, soll aussenbleiben, soll er inn der gesellen straffe vnterworffen sein.

3. Wann aber der geselle in arbeidt komt, soll er sein vierzehen tage arbeiten, vnd sofern er aber die gedacten vierzehen tage nicht wurde mit arbeid ausgehalten, alsdann soll er schuldig sein ein wochen lohn zur strafe zu geben. Do ihm aber der meister jnnerhalb gemelten vierzehen thagen wurde vorleub geben, soll der meister ihm beyde wochen lohn zu bezahlen pflictig sein.

4. Dennd wann ein gesell gewandert kömbt, denselben soll man zum vorschench 3 schilling denisch geben, do er aber in arbeid komt, so soll er schuldig sein, wenn er wieder aus der arbeidt vffstehett vnnd weyzeucht, die selben drey schilling wiederumb zu erlegen, wofern er aber keine arbeidt bekommen konnte, so sollen ihm dieselben geschenkett vnnd vorehret bleiben. Zu dehmo so soll er auch bey dem meister, aldar der bothe erstlichen gewesen ist, frey nachtlager haben.

5. Vnd wenn nuhr ein geselle vorgemeltte seine vierthen tage hatt ausgearbeitett, alsdann soll ihm sein gehöriges geschench gethan vnndt eine kanne bier zum willkommen gegeben werden; wo vnd an welchem ortte aber das geschenche wirdt angehen, ob etwann einer wehre, der etwas wuste vorzubrinngen entweder von meistern oder gesellen, vnd wenn nuhr ein gesege geschehen, so soll die dritte vmbfrage an den geselle erfolgen, ob ihme inn seinem geschenche sey genugsam gestehen, oder aber ob sich sonsten ausserhalb dessen etwas in der schenche hatte vorgelauffen, das des handtwerchs gewonheit nicht mitbrachte oder zu wieder were, alsdan sollen sich

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vnter einander (do etwas vorgebracht möchte werden), nach eines jedern vordinst mit gnaden oder vngnaden zu straffen wissen.

6. Was ferner belanget, das jetter ambt daselb gehet vonn einer werchstedt zu der andern, vnndt von einem stull bis auf den andern, auch sollen die schenkommen allem dem gesellen, der das ersten ampt annimpt, vndbeschedigt vber antvortet werden, wo aber etwas dar an zerbrochen oder versehret were, so soll es der örten finder an melden, bey einem wachenlohn straffe, vudt die schaden gleichwoll wieder gut zu machen.

7. Es soll auch ein jeder gesell von seinem meister vor einen wewen sadtler tranchgelt haben drey skilling dansk.

8. So sollen auch die gesellen vonn ihren meistren alle virtzehen tage reine betlachen vndt einen skilling denisk zum badegelt haben.

9. Wann ein geselle mit seinem meister hat leinkauff gemacht vndt nimbt dar nach vber das von ihm vorlend, alsdann soll er keine macht haben bey einem andern meister zu arbeitten, sondern soll sig wiederumb weg begeben vnd einen viertten deill jahr ausser bleiben, vnd so viell wochen er aber in dem viertendeil jahr zuuorn kombt, so viell wochenlohn soll er zur straffe verbrochen haben.

10. So haben auch die meistere geordtnet, das die alle vierttendeyll jahr eine halbe margh denisch in die büchsse stechen wollen, jngleichen die selben alle vier wochen einen schilling, dasselbe gelt aber soll den gesellen, wan sie keine arbeidt vberkommen können, oder sonsten einer mit schiencheit seines leibes gnediglichen an hiem gesucht, oder in ander vngelegenheit gerahten wurde, zu gutt kommen.

Das dieses alles was obengeschrieben von vns meistern vnndt gesellen stedt, vest, getrewlichen vnnd vnwiederrufflichen soll gehalltten werdenn, haben wier obgedachte vier meister dieses mitt vnsern gewonliche pettschieren thun besiegeln vnd vns mitt eigenen handen vnderschreiben, zu dehm so haben sich auch die obschriebene gesellen, ein jeder mitt seiner eigenen handt vndt marchs vnderzeichnet. Geschehen vnnd gegeben in der Koniglichen stadt Koppenhagen im jahr vnd tage als obgemelt.

Georg von Braunswig.     Caspar Bryg.     Hans Fiegenschuch, eg. h.
Wolff Hechstedt, eg. h.


Artichell buch des gandtzen sattler hantwerche.

Demnach wur samptliche meisters dess hoglöblichen sattler auch swartz wnndt weissreimer handtwerches alhier in Cöppenhagen,

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so woll auch gantz Seelant vnndt Schonen, es wer löblich vndt gutt angesehen eine richtige ordnung, nach unsern löblichen handtwerchs gewohnheit, wie dieselbe hin vnndt wieder in Römischen reiche, vndt sonderliche in der weit beruchten stadt Braunswig gebrauchlig, auzurichten, nach welcher sich ein jeglicher geselle vnsern vorbemelten handtwerches, welcher dieser orten begheret meister zu werden, sich her nacher zu richten haben wird, auch solcher ordnung allerzüttz fleissig vbervegen vnndt in gewisse articulen verfasset, das auch solches her nach allerseits stet, veste vnndt wnnverbruchlichen gehalten undt nach eines jedens artichels verbrechen gebruchlig abgestrafet werden soll, da mit gutte ordnung vnndt disciplin in handtwerche gehalten werden möge, als haben wir solches ein andern mit handt vndt mundt angelobet, auch zu ende mit eigen henden vnderschrieben, vnndt sint namentliche meister dabey versamlet gewesen, als nemlichen Georg von Braunswig, Casper von Brieg, Kongl. May. bestalter hoffsattler, Hans Fägenschug von Memmingen, Wolff von Hechstedt, Ciriacus von Collingborg, Andreas Durringh von Eisenach.

1. Welcher geseller allhier in Copenhagen begehret meister zu werden, der soll das sattler auch swartz vndt weis reimer handtwerch zu vor richtig auch zum wenigsten auff drey jahr lang ausge[le]rnet haben, auch vber solche seine ausgestandne lehre jahre dem handtwerch allhier offenen beweis vnndt lehre brief auffwissen, auch zum allerwenigsten drey jahre lanng nach ein andren ausserhalb des landes gewandert haben, er seye einn fremder oder eines meisters sohn allhier, woferne aber solche nicht kann ges[ch]ehen, so soll derselbe von keinen ehrlichen meister aufgenommen noch erkandt werden.

2. soll er ein ehrsames handtwerch lassen zusammen foderen vnndt alsbalde die gebühr, nemlig ein reichsord, dafür erlegen, vnd alsdan seine meinung bescheidenlich vorbringen, vndt nach anhörung dessen soll ihme vom eltesten meister, im namen des gantzen handtwerches, ein richtiger bescheidt vnndt antwort gegeben werden, auch soll er dem handtwerche mitt handt, mundt angeloben, diese ordenung vndt artichell, welcher ihm vorgehalten werden, dieselbige veste wnndt unwerbruchlichen zu halten, auch auff seine nachkommende meister darvber steiff vndt feste zu halten sich versprechen, woferne aber ihme bedunchte all zu swer zu seyen diese artichell zu halten, vnndt wolte sich her nach wiederumb auff die wanderschafft begeben, soll er dem handtwerche einen reichsthaler erlegen, ehe vnndt bevor ihme gestattet werden soll die wanderschafft.

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3. Soll er nach erlangten bescheidet, ehe vnndt bevor er einen offenen laden haben mag, seine vorge[se]tzen meister stüche verferdigen, als nemlichen drey besehnittene baum, einen baum zu einen frauen sattel, den andern zu einen vollkomlichen reitsattell, vnd den dritten zu einen turmersattell mit krumme flügeln, auch sollen gemelte baum in allen fugen vndt nach allen masen vndtadellhafft befunden werden, das holtz zu den meisterstüchen soll er vom gutten reinen buchenholtz, im beywesen zweyer meister hawen, vndt soll er die stüche in eines meisters haus machen, auch soll er die drei baume innerhalb drey wochen zu vorfertigen vorlichet sein.

4. Wann er die baum vorfertiget, soll er dieselbe für einen gandtzen handtwerche auffweisen, vndt sollen dan sämptligche meister darvber vrtheilen, ob sie vor tüchtig bestehen können, wann aber etwas tadell hafftes daran befunden wurde, soll er den handtwerche strafelig seyn, was aber mehr als viere mangell oder thadtell an eine stüche befunden wirdt, soll vor vntüchtig gehalten vndt gantz werworffen seyn, daferne aber eines von den dreyen verworffen würde, oder aber auf die bestimte zeit nicht konnte damitt fertig werden, so soll er alle drey stüche von newes zu machen verpflichtet seyn.

5. Wann ein ehrsames die baum besichtiget vndt vor gutt tuchtigt erkandt haben, als dan soll er einen von dreyen, welcher ihme dan selber beliebet, vollkommelich nebst dazu gehörigen reittzeug fertig auch machen, auch soll er vber die gesitzte zeit mit dar an machen, auch den sattell von gutten leder dach ohne eigenes versturchen aus machen.

6. Eines meister sohn, der allhier vorm hantwerche ist frey gesagt worden, oder so einer im hantwerche mit eines meistern tochter oder wittfrauen sich verheyrathen wollte, oder welcher in der landtzsteten begehret zu wohnen, der soll der meisterstüche zu machen befreyet seyen, wolte aber eines lantmeister sohn allhier im der stat meister werden, der soll zwei zu machen verpflichtet sein, auch den einen baum fertig ausmachen, welcher aber der stüche zu machen befreitt, der soll doch dahin bedacht sein, das er seinem handtwerche gleich als einem meister woll anstehet woll vor zustehen wissen, da mit er die leute desto besser mit gutter arbeidt versehen könne.

7. Soballde einer für ein meister ist erkandt vndt angenommen, soll er in der handtwerchs lade acte rdlr. erleggen, vndt der auff samptlichen meisteren eine meister kost ausrichten, welcher es aber mitt gelde losen wollte, soll dafür den meistern zwolf rdlr. erlegen,

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er sye ein fremder oder eines mesters sohn, auch soll er den armen zu gutte einen march in die büchse ein zustehen verpflicht sein.

8. So soll er seinen nahmen in, das handtwerchsbuch inschreiben lassen vndt zum wenigsten zum ein schreibgelt geben zwey marche, auch soll ein landtmeister von der tage an nach verflossenen jahre in der handtwerchers lade zum qwartall geldt erleggen ein halben rdlr., aber ein jechlicher meister allhier soll alle schenche vier schilling einlegen.

9. Wan ein meister von lande sich allhier in Coppenhagen wonhafft begeben würde vndt sein handtwerch gleich als ein andren meister zugebrauchen, der soll die auffgesetzten meisterstüch vollkommenlich, gleich als ein andren vor ihme gethan, ausmahen vndt verfertigen.

10. Es soll auch kein meister mehr als zwey gesellen zu einer voller werchstadt haben, were es aber das alle meister zugleich mitt zwey gesellen versenen, so mach er dar nach befodren so viell er will.

11. Soll auch keiner sich vnterstehen eines andern meistern sein gesinde, entweder er selber oder durch andere leute, abwendig zu machen vnd an sich zu bringen, auch keiner den andern in seiner arbeitt enepas thun vndt aus dringen, so lange bis der andere vollkommenlig contentiret ist.

12. Es soll auch keiner eines beruchtigen mannds sohn, dem handtwerch zu verdries, annehmen, ihme das handtwerch zu lernen, auch sonsten keiner verwerfflichen arth; auch wan er einen jungen will einschreiben lassen, soll der junge in der meister lade geben zwey rdlr. auch ein orth, auch des gleichen soll er geben wen er soll frey gesprochen werden, von desen gelden sollen beide mahll die gesellen, wen sye mit da bey sein, haben zwey march denisch.

13. Soll auch einer jeder meister dahin bedacht sein, das er gutte vndt tüchtige arbeidt vndt wahren mache vndt verkauffe, welcher aber vntüchtige wahren vor gutte verkaufen würde wndt würde darüber geklagt, so soll er dem handtwerche so viell zur straffe verfallen seyen, so hoch als er die wahren verkaufet hatt.

14. Wan jhre zween vber eine sache v-eins würden vndt einer den andren mit scheltworthen an seinen ehren angriffen, sollen sie es vber vierzehen tage nicht lassen anstehen, bis sie es wider vertragen, welcher aber sich vor ein gantzen handtwerchen nicht wolte vergleichen lassen vndt die obricheit da mit beswehren wolte, soll denselbe seine werchstadt gelicht werden, so lange bis er wieder

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zum handtwerch sich selbest finden thun, vndt doch gleich woll mit dem andren sich tha selbsten vertragen.

15. Wann einen seinen werchstedt gelecht ist vndt er aus vor satz vber ein jahr lang da mit verzöge sich wieder redlich zu machen, der soll nicht alleine in des handtwerches willchurlicher straffe verfallen sein, sondern soll auch seine meister kost noch ein mahll den meistren auszurichten verflicttet sein.

16. Was im handtwerch vertragen, geredet oder gethan wirdt, soll keiner wndterstehen sich es wieter nach zu sagen, entweder in seine hause noch in bier oder weich(wein(?))hause, sondern soll solches, wie es dan einen woll anstehet, beybehalten, da mit gutter freid vnd einikeit im handtwerche erhalten werde.

17. Wan einer das handtwerch zusammen fodren lasset, er sye meister oder geselle, soll er zu vor die gebühr da für erlegen, nemlig 12 schilling denisch, ist es aber ein frembder, der soll gedoppelt geben, auch soll dan keiner hier rectmessige entschultdigung vber eine halbe stunde vber die gebuhr aussen bleiben, bleibet er dan gar aus vndt lesset sich nicht zuvor bey dem eltesten meister bey gutter zeit entschuldigen, der soll in das handtwerches strafe verfallen seyn.

18. Soll auch keiner dem andren für offener lade mit schelttworde an seinen ehren verletzen, oder auch nich lügen, strafen, auch sonsten kein andren vrtheill anrichten, dan welcher solches thun wirdt, der soll allemahll, so offte er es thun würde, die gesetzete strafe dafür erlegen.

19. Wan auch zuischen meister vndt gesellen auf den landt steten zwispalt vndt vneinickeit entstunde, sollen sie sich vnter ein andren auf das beste wieder vertragen, vndt nicht vmb liederlicher vrsache willen anhero nach Cöpenhagen zu ziehen vndt ein ander in gross vnkosten zu führen; geschit es aber das einer dem andren von offener laden anklagen thete, vndt der eine theil schig auff zeugen beruffen mächte, solle sie hin für die obrikeit gewiesen werden, vnd sich dar selben vor gleichen vnd vertragen.

20. Diese aufgesetzte artichle hernach ins kunftige nach ge[le]genheit der zeit zu mindren, zu mehren oder auf gantz vnd gar auf zu heben, wollen wier solches der obrikeit heimgestellet haben, das es aber von vns aller seitzs solle erhalten werden, als haben wier dieses mit vnser egen hender vnter geschrieben bekrefftiget. Geschehen alhier in dieser Königlichen residentz stadt Copenhagenn

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den 1 may ihm jahren nach Christi geburdt tausendt sechshundert vndt zwolffe.

Jörgen van Braunswich. Caspar von Breig, egen hand. Hans Jürgen Hinch, egen hand. Wolf von Hechstedt, egen handt. Liniacus von Quedlenburg. Andreas Dorringh von Eisennach, mein egen handt. Hans Möller von Oster wigh, egen handt. Christopher Grafe, egen handt. Jeremias Füegenskench, eigen handt. Liborius Esmarines, eigen handt. Wallentin Willeke, eigen handt. Hans Elsken, eigen handt. Nicolaus Figensko, eigen handt. H. B. F.

Folget ein vorseugnus der aufgesatzten strafe, so auf eines jeglichen artichels verbrechen ist gesetzet vndt erkannt worden.

Nach den ersten artichel wer seine wanderschafft nicht fuldkommeligen erstrechet hat: achte rdlr. Nach den dritten artichell wer auf die gesitzte zeit sein meisterstuch nicht ververtichet vndt vor jchligen tag so er vber die zeit da von machen thut, gibt zur strafe ein halben rdlr. Nach den vierten artichel, wo tadell oder mangel an einem stüche befunden wirdt, gibt vor den ersten tadell drey march, vor der ander tadell 1 rdlr., vor den dritten vndt vierten 2 rdlr. Nach den elfften artichel wer des andern meister sein gesinde abwendig magt, oder einpas thut in des andern arbeit, soll geben 4 rdlr. Nach den verzenden, wer vom handtwerch ab vndt zur oberkeit gehett, stretige handtwerchs sachen zu vertragen, soll geben 2 rdlr. Nach den zechzehenden, wer nachsagen thut was vorm handtwerch ist vertragen oder gethan, soll geben 4 Mk. Nach dem siebenzehenden, wer nicht zur rechten zeitt zum handtwerche kömt, oder ohne entschuldigung aussen bleibet, soll geben 1 reichsort. Nach dem achtzehenden, wer für offener laden dem andern mitt scheltworten angriefft, dafür sollen geben 3 Mk. So offte einer den andern thut thugen straffen ij Mk. Wer den andern vnschuldiger weise schuertht 2 Mk. Wer zancht oder slagerie anhibt 2 Mk.

Von diesem straffgeldern sollen zwei theill zu verstrechung handtwerches gewonheit in der handtwerches lade ein gelegt werden, vndt ther dritte theill in die armen buchse eingestecht werden.

Af Resens Afskrifter af Lavsskraaer S. 812-30. Afskriften lader meget tilbage at ønske.

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Opdateret: fre nov 8 20:00:43 CET 2002
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